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Materialien und Pflegehinweise

NATURFASERN
Unter dem Begriff Naturfasern fasst man tierische (z.B. Wolle, Seide), pflanzliche (z.B. Baumwolle, Leinen) und mineralische Fasern (z.B. Asbest) zusammen, d.h. Faserstoffe, die in der Natur vorkommen. Chemiefasern dagegen nennt man alle Faserstoffe, die nach chemisch-technischen Verfahren aus natürlichen oder synthetischen Polymeren hergestellt werden (z.B. Polyacryl, Polyester). Beide Gruppen haben besondere Eigenschaften und werden daher verschiedenartig eingesetzt und verarbeitet. Diese Unterschiede begründen natürlich auch die unterschiedlichen Eigenschaften der Endprodukte.
Ein wichtiges Merkmal von Fasern ist ihre Feinheit. Sie wird in Micrometern (micron, μ) gemessen. Je feiner eine Faser ist, desto weicher ist sie für die menschliche Haut. Eine weitere messbare Eigenschaft ist die Stapellänge, d.h. die durchschnittliche Länge (gemessen in mm) der Einzelfasern. Sie hat einen wesentlichen Einfluss auf das Spinnverhalten der Faser.

NATÜRLICHE KLIMAANLAGE
Naturfasern wärmen und atmen gleichzeitig. Hervorgerufen durch die Faserstruktur bei der stark gekräuselten Wolle oder die Veredelung beim flauschig aufgerauhten Mohair entstehen viele kleine und kleinste Luftpölsterchen. Sie speichern enorm viel Luft und erzeugen ein wohlig warmes Gefühl der Geborgenheit, wenn man fest in eine Decke oder einen Schal eingekuschelt ist. Der Effekt wirkt aber auch umgekehrt: Ebenso wie die Körperwärme kann auch Kälte gespeichert werden! Doch diese Temperaturschranke ist durchlässig. Ein ständiger Luftaustausch ist möglich - da gerät niemand ungewollt ins Schwitzen.
Dies wird auch von der Fähigkeit, Feuchtigkeit in Dampfform aufzunehmen und vom Körper wegzuleiten, unterstützt. Dadurch entsteht eine gesunde, trockene Wärmewirkung. Naturfasern aus Tierhaaren können mit einem Drittel ihres Eigengewichtes deutlich mehr Feuchtigkeit speichern, ohne sich nass anzufühlen, als andere Materialien (Synthetik 4%, Baumwolle 15%, Bettfedern 12%). Dagegen wird Feuchtigkeit in Tropfenform wie z.B. Regen abgewiesen. Naturfasern wärmen und isolieren - eine perfekte Klimaanlage.
PRAXISTEST KLIMAANLAGE: Nehmen Sie einige Eiswürfel und legen Sie die Hälfte in eine Schale und die andere Hälfte in eine Decke - am besten flauschig aufgerauhte Lammwolle oder Mohair. Warten Sie bis das Eis in der Schale geschmolzen ist und sehen Sie dann in die Decke: Hier ist das Eis noch lange nicht vollständig geschmolzen und die Flüssigkeit perlt von der Deckenoberfläche ab.
SICHERHEIT
Besonders Wolle & Co., d.h. tierische Fasern, sind von Natur aus schwer entflammbar. Kaminglut oder Tabakfunken richten nur selten Schaden an. Auch wenn die Decken länger einer Flamme ausgesetzt sind, fangen sie nur schwer an zu brennen und schmelzen auch nicht. So liegt auch die Temperatur für die Selbstentzündbarkeit von Wolle deutlich über derjenigen von Synthetics.
PRAXISTEST ENTFLAMMBARKEIT: Halten Sie ein brennendes Streichholz oder Feuerzeug an einen Abschnitt einer Naturfaserdecke. Es wird keine Flamme entstehen, das Material wird lediglich ein wenig glimmen und dann erlöschen. Zurück bleibt nur eine relativ kleine verkohlte Stelle.
SELBSTREINIGUNG
Besonders hervorzuheben ist auch die ausgeprägte Selbstreinigungsfähigkeit von Naturfasern. Gerüche wie etwa Zigarettenrauch verlieren sich im Luftbad. Eine elektrostatische Aufladung wie bei vielen synthetischen Fasern findet nur durch starke Reibung in sehr trockener Luft statt. Daher ziehen Naturfaserprodukte auch kaum Schmutz und Staub an. Meist reicht Lüften und Ausbürsten zur Reinigung völlig aus.

LAMMWOLLE
Wolle ist einer der ältesten Rohstoffe für Bekleidungszwecke. Das Vlies der Schafe (lat. Ovus aries) ist ein Material, das sich hervorragend verarbeiten lässt und viele Eigenschaften hat, die perfekt für wollig warme Accessoires geeignet sind. Grundsätzlich zeichnet sich die Wollfaser durch ihre Kräuselung aus. Daher kann sie viel ruhende Luft speichern und gesunde Wärme erzeugen – Wolle isoliert und wärmt.
Die verschiedenen Woll-Sorten werden über die Feinheit und Länge der Fasern definiert. Sie stammen jeweils von verschiedenen Schafrassen, die in den verschiedenen Teilen der Welt zur Wollerzeugung gezüchtet werden, z.B. Merino-Wolle aus Australien, Corriedale-Wollen aus Südamerika oder Shetland-Wolle aus Großbritannien. Die Qualität der Wolle wird jedoch auch von dem Klima, in dem die Schafe leben, in großem Maße mitbestimmt. Die Schafe werden 1-2mal jährlich geschoren und liefern pro Schaf und Jahr zwischen 4 kg (Merino) und 8 kg Wolle (Crossbred). Bei EAGLE PRODUCTS findet nur die feine australische Merino-Wolle Verwendung. Die einzelne Faser ist 36-150 mm lang und stark gekräuselt. Die Schur der Merino-Schafe ergibt nur 4-5 kg im Jahr. Insgesamt zeichnet sich Merino-Wolle durch eine besondere Gleichmäßigkeit, Leichtigkeit, Weichheit und Feinheit aus, die auch in den fertigen Produkten spürbar sind. Noch feiner ist aber die Lammwolle, d.h. die allererste Schur der Schafe. Sie ist unter dem Mikroskop durch die abgerundeten sogenannten „Lammspitzen“ zu erkennen und ist so fein, daß sie kaum auf der Haut kratzt. Sie wird für alle nahezu alle EAGLE PRODUCTS eingesetzt. Eine besonders feine Sorte ist die Geelong-Lammwolle. Auch sie stammt von den Merino-Schafen, doch ist sie so fein, dass sie schon an Cashmere erinnert. Geelong ist eine Stadt in Australien, südlich von Melbourne gelegen und war lange Zeit die „Woll-Hauptstadt“ Australiens. Dort verstand man sich darauf, die besonders feinen Qualitäten auszusortieren und extra anzubieten. Der Name „Geelong“ steht seither für eine extrem feine Woll-Qualität.
Die Bezeichnung Schurwolle im allgemeinen darf nach dem Textilkennzeichnungsgesetz für ein Wollerzeugnis nur verwendet werden, „wenn es ausschließlich aus einer Faser besteht, die niemals in einem Fertigerzeugnis enthalten war und die weder einem anderen als zur Herstellung des Erzeugnisses erforderlichen Spinn- oder Filzprozess unterlegen hat noch einer faserschädigenden Behandlung oder Benutzung ausgesetzt wurde“. Diese Regelung gilt für alle Edelhaare (wie Mohair oder Cashmere). Bei EAGLE PRODUCTS wird ausschließlich Schurwolle verwendet. Unsere schonenden Produktionsverfahren geben diesem feinen Rohstoff einen flauschig weichen Griff und eine hohe Strapazierfähigkeit. Mit der Verwendung von Schurwolle können also nicht nur wir deren hervorragende Eigenschaften bei der Verarbeitung nutzen, sondern werden auch Sie deren Vorteile im Gebrauch schnell erkennen

Cashmere
ist das feinste der Edelhaare, so fein, daß es auf der menschlichen Haut nur ein angenehm weiches kuscheliges Gefühl hinterlässt – wie ein sanftes Streicheln. Es kommt von der Cashmere-Ziege (lat. Capra hircus tibetica), die in der Mongolei, Persien und Afghanistan lebt. Die Ziegen werden in Herden in extremen Höhen bis zu 5000 m gehalten. Nur unter diesen Bedingungen können sie ein weiches Flaumhaar unter ihrem gröberen Deckhaar entwickeln, um sich vor der extremen Kälte zu schützen.
Dieses Duvet wird einmal jährlich von der Ziege selbst abgestreift und gesammelt bzw. ausgekämmt. Die Fasern erreichen eine Feinheit von 19 μ und feiner – der Gegensatz, vor allem auch in der Faserstruktur, zur Wolle ist unter dem Elektronenmikroskop leicht zu erkennen. Mühevoll werden die verschiedenen Farben Braun, Grau sowie das seltene Weiß von Hand aussortiert.
Eine Ziege liefert auf diese Weise im Jahr nur ca. 100g verarbeitungsfähiges Material, gerade einmal so viel wie man für einen Schal benötigt. Dies alles macht Cashmere zum wert-vollsten und wohl auch teuersten Naturhaar.
Der Wasserglanz – eine spezielle Ausrüstung, bei der der feine Cashmereflor nass gerauht wird - macht das edle Material noch geschmeidiger und glänzender.
PRAXISTEST CASHMERE: Cashmere ist so fein, daß sich ein Schal oder sogar ein Plaid (leichte Reisedecke) durch einen Fingerring ziehen lässt.

MOHAIR

Mohair ist die Wolle der Angora-Ziegen. „Angora" ist die sprachliche Veränderung von "Ankara", der Hauptstadt der Türkei, wo die Ziegen zuerst gezüchtet wurden. Das Wort „Mohair“ leitet sich ab aus dem türkischen „mukhyar“, was so viel heißt wie „das beste oder das auserlesene Vlies“. Dieser Bedeutungshintergrund lässt schon auf die Außerordentlichkeit dieser edlen Faser schließen. Das Fell der gedrungenen, Schafen sehr ähnlichen Tiere zeichnet sich durch lange, weiße, seidig glänzende Locken aus. EAGLE PRODUCTS aus Mohair haben daher eine besondere Farbbrillanz und einen wunderbaren Glanz. Außerdem ist Mohairwolle wunderbar weich und filzt nicht. Die beste Schur stammt von den Tieren aus Südafrika und der Türkei und bringt pro Jahr und Tier etwa 2-4 kg.
Die langstapeligen Mohairfasern werden zu einem besonderen Garn versponnen, das kleine Ringel aufweist, sogenannte Loops. Locker verwoben kann man in der Rohware (i. e. noch nicht ausgerüstete, nur gewebte Ware) dem Loop-Garn noch gar nicht ansehen, wie flauschig das fertige Produkt einmal wird. Mit Naturdisteln - und nicht mit Metallkämmen - werden die Loops trocken gerauht und dabei aufgerissen. So erhalten die Plaids ihr voluminöses flauschiges Aussehen und den charakteristischen Griff. Durch dieses schonende Rauhen wird der Faserverband nicht zerrissen, sondern gefestigt - und deshalb haaren unsere Mohairprodukte kaum.
PRAXISTEST MOHAIR: Nehmen Sie den Flor einer Mohairdecke zwischen zwei Finger und heben Sie sie hoch. Der Faserverband ist so fest, dass keine Fasern ausreißen und Flusen bilden. (Daher können Sie der im Gebrauch zusammengedrückten Oberfläche eines Mohair-Produkts durch kräftiges Bürsten immer wieder neues Volumen geben.)
WWW.EAGLE-PRODUCTS.DE – WISSENSWERTES TEIL 4, SEITE 2 – PDF-DOWNLOAD

KAMELHAAR
Vom jungen zweihöckrigen Kamel, dem sogenannten "Trampeltier", stammt das Kamelhaar. Es lebt in Tibet. Bei EAGLE PRODUCTS findet auch das besonders wertvolle Baby-Kamelhaar Verwendung, das weiße oder naturblonde Flaumhaar der jungen Kamele. Die Kamelhaarfasern sind fein, weich und besonders lang (im Durchschnitt 100 mm lang). Dabei werden die Tiere nicht geschoren, sie werfen ihr Haar einmal im Jahr - bis zu 5 kg - büschelweise von selbst ab. Kamelhaar beeindruckt besonders durch seine herrlichen Naturtöne, die wir auch ganz bewusst nur selten überfärben, sondern in ihrer Natürlichkeit wirken lassen.

ANGORA

Das Angora-Kaninchen verdankt seinen Namen eigentlich der Mohair-Ziege, deren Haar einst "Angora" genannt wurde. Die Ähnlichkeit der Haare, insbesondere die Feinheit und die Langstapeligkeit, mit denen der Mohair-Ziege war der Grund für die Namensübertragung auf diese gezüchtete Kaninchen-Rasse. Die Angora-Wolle kommt aus Europa und Ostasien. Das Haar wird ausgekämmt oder geschoren. Angora-Wolle, die durch das zu Recht angeprangerte Rupf-Verfahren gewonnen wird, wird bei EAGLE PRODUCTS nicht verarbeitet. Einen Angora-Anteil im Gewebe erkennt man schnell an einzelnen langen Fasern und dem deutlich flauschigerem Griff im Gegensatz zu 100% Wolle.

ALPACA

Das Alpaca ist die in Südamerika am häufigsten vorkommende Lamaart. Es gehört zur Gattung der Kamele. Die Tiere sind völlig höckerlos, haben aber den typischen langen Hals und einen schmalen Kopf – man nennt sie auch Schafkamele. Das Alpaca wird als Haustier oder halbwild gehalten. Es lebt in den Anden in Höhen bis zu 4000 Metern, wodurch es extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt ist. Dadurch entsteht ein lang wachsendes, wenig gekräuseltes und seidenartig glänzendes Harrvlies (Faser-Feinheit 20 - 25 μm, Faserlänge bis zu 100 mm). So dient das Alpaca überwiegend der Wollgewinnung, es wird aber auch als Lasttier eingesetzt. Um die feinen Fasern zu „ernten“ wird es alle 2 Jahre teil-geschoren und liefert durchschnittlich 3-4 kg feine Wolle. Bei nahezu jedem Tier weist das Fell bis zu vier Farben auf. Die notwendigen Handsortierungen nach der Schur können in einer Herde bis zu 22 Farben von Schwarz bis Reinweiß ergeben. Die Alpaca-Wolle zeichnet sich durch hervorragende Wärme-Eigenschaften und geringe Knitterneigung aus.

SEIDE

Auch Seide gehört zu den tierischen Naturfasern. Die feine Faser, wird durch das Abhaspeln, d. h. das Abwickeln des Kokons des Seidenspinners (lat. Bombyx mori), gewonnen. Diese Seidenraupen werden besonders in China als Nutztiere gezüchtet. Seide zeichnet sich aus durch ihren edlen Glanz, ihre hohe Feinheit und ihr geringes Gewicht. In puncto Elastizität und Festigkeit ist Seide sogar Spitzenreiter bei den Naturfasern. Im fertigen Produkt besticht sie auch durch ihre hohe Farbbrillanz. Andererseits will Seide aber besonders gepflegt werden. Beachten Sie besonders die Empfindlichkeit von Seide gegen hohe Temperaturen (nicht heiß bügeln) und gegen Laugen und Säuren (nur Wollwaschmittel benutzen).
PRAXISTEST SEIDE: Reine Naturseide kann man leicht am sogenannten „Seidenschrei“ erkennen: der typische knirschende Griff, der an das Betreten von frisch gefallenem Schnee erinnert. Nehmen Sie die Seide in die Hand, reiben Sie sie aneinander und hören Sie ...
(Quelle:Eagle Products)

Baumwolle (kbA)
kbA: kontrolliert biologischer Anbau

Diese Baumwolle ist frei von Pestiziden und unterliegt einer ständigen Kontrolle. Düngemittel werden auf ein Minimum begrenzt, der Einsatz von schwerem Erntegerät ist fast ausgeschlossen, die Baumwolle wird von Hand gepflückt. Wir verweben auch die seltene farbig gewachsene Baumwolle in zimt- und jadefarben. Diese Baumwolle ist frei von chemischen Färbemitteln.
Die Baumwolle ist sehr weich und anschmiegsam. Alle Stoffe sind vorgewaschen und haben nur noch einen geringen Einlaufwert von ca. 3%.

Pflegehinweis: 60° Wäsche, ohne optische Aufheller, möglichst nicht im Trockner trocknen, Bügeln bei 3 

Leinen
Leinen wird aus der Flachspflanze gewonnen. Diese 60-100cm hohe Pflanze wächst in unseren Breiten, ist einjährig und braucht viel Wasser zum Wachsen.
Die Pflanzen werden mit den Wurzeln aus dem Boden gezogen („ausgerauft“) um Faserverlust beim Abmähen zu vermeiden.
Stoffe aus Leinen haben einen natürlichen Glanz und einen festen bis steifen Griff. Gewebe aus Leinen sind strapazierfähig, saugfähig und kochfest, neigen jedoch zum Knittern („Leinen knittert edel“). Einlaufwert bis 10%

Pflegehinweis: Stoff und Frotté 60° Wäsche, Piqué 40°, ohne optische Aufheller, möglichst nicht im Trockner trocknen, Bügeln bei 3

Halbleinen
Halbleinen-Gewebe haben eine Kette aus reiner Baumwolle und einen Schuss aus reinem Leinen. Der Leinen-Anteil darf jedoch nicht weniger als 40% des Gesamtgewichtes ausmachen.Halbleinen-Artikel tragen sich besonders angenehm und knittern nicht so stark.

Pflegehinweis: 60° Wäsche, ohne optische Aufheller, möglichst nicht im Trockner trocknen, Bügeln bei 3


Spelzen und Kissenfüllungen

Dinkelspelzen

Unsere mit Dinkelspelzen gefüllten Kissen durfen angenehm nach Heu und Stroh und gerade das hilft vielen Menschen beim Einschlafen. Die Unterstützung, die das Kissen im Schlaf bietet, wirkt sich besonders positiv aus, weil die Spelzen sehr elastisch den Druck von Kopf und Nacken und Schultern aufnehmen, ohne sich zu verformen. Die Zirkulation des Blutes wird gefördert, während die Spelzen sanft die Haut „massieren“. Das leise Rascheln während der Bewegung und der Duft werden als beruhigend empfunden. Das Kissen absorbiert Feuchtigkeit und bietet Wärme.

Hirseschalenen
Hirseschalen sind klein, rund und geschmeidig. Diese Füllung passt sich wunderbar den kleinsten Bewegungen an und bietet dabei eine solide Unterstützung. Auch durch Hirsespelzen wird die Haut sanft „massiert“, allerdings nahezu geräuschlos. Deswegen ist dieses Kissen insbesondere für Menschen mit empfindlichen Ohren und Nerven sowie für Kinder besonders geeignet.

Kirschkern

Unsere Kissen sind mit nahezu ungebrochenen Kernen gefüllt und bieten darum eine besonders angenehme und lang anhaltende Wirkung als kalte oder heiße Kompresse. Legen Sie es einfach in die Mikrowelle oder in den Backofen und spüren Sie anschließend die wohltuende Wärme, die sich beim Abkühlen (im Gegensatz zur wassergefüllten Wärmflasche) nie klamm oder unangenehm kalt anfühlt. Selbstverständlich lässt sich das Kissen ebenso gut unter zur Hilfenahme der Gefriertruhe als Kalt-Kompresse zur effektiven Linderung von Beschwerden einsetzen. Kirschkerne bieten auch hervorragende Massageeigenschaften.

veredelte Füllungen:

Kork für Kopfkissen – Dreaming Peace
© 
Der Kork stammt aus nachhaltiger , FSC-zertifizierter ökologischer Forstwirtschaft und wird mit Naturkautschuk-Milch, ebenso aus nachhaltiger ökologischer Forstwirtschaft veredelt. Dadurch bekommen die einzelnen Kork-Teilchen die optimale Haltbarkeit, Bruchstabilität, Abriebfestigkeit und Elastizität.
Das macht ihn flexibel formbar und unterstützend,  da er nicht mit der Zeit wegrieselt. Trotzdem ist er leicht und leise. Durch die Mikroporen im Kork wird Schwitzen verhindert. Durch die Druckentlastung sind Kissen mit Dreaming Peace © – Korkfüllung „weicher“. Dreaming Peace © – Kork hält Pilzsporen fern und ist bis 70° waschbar.

Dinkelspelzen und Hirseschalen, veredelt mit Kautschuk - Speltex®
Bio-Dinkelspelzen und Bio-Hirseschalen werden in ungeschäumter Kautschukmilch, ebenfalls biologisch hergestellt, getränkt und erfahren damit einen enormen Qualitätszuwachs: sie sind sehr strapazierfähig, quasi staubfrei und bis 60° C waschbar. Das eröffnet Allergikern, die von anderen schon lange geschätzte Welt der "Körnerkissen". Durch den besonderen Halt, den die Veredelung den Spelzen und Schalen gibt, stützen dei Speltex® - Füllungen besser und stabiler als einfache Füllungen. Zudem sind sie auch leiser.

Informationen zu Dinkelspelz Füllungen / Qualitative Voraussetzungen und die Verarbeitungsschritte im Detail:
Dinkelkerne lassen sich nicht, wie andere Getreidearten, mit einfachem Dreschen aus den Spelzhüllen lösen. Deshalb müssen besondere Entspelzungs-Verfahren (in der Fachsprache „Gerbgang") angewendet werden. Um Rohmaterial für hochwertige Kissenfüllungen zu gewinnen, sollten die Spelzen mit einem geeigneten, schonenden Verfahren vom Korn getrennt worden sein. Am besten funktioniert dies erfahrungsgemäß mit Mühlsteinen (sog. „Unterläufern“), die mit Sorgfalt und Fingerspitzengefühl eingestellt, vollständige und unverletzte Dinkelspelzen zurücklassen. Andere Verfahren reißen diese häufig zu stark auf, sodass sie dann entsprechend zerfasert aussehen. Spelzen, die gequetscht, aufgerissen oder zerstückelt sind, eignen sich nicht für gute Kissenfüllungen.

Nachfolgend finden Sie beschrieben, was Schritt für Schritt bis zu einer fertigen speltex Dinkelspelz-Füllung geschieht:

Schritt 1: Auswahl des Rohspelz-Materials

Die Auswahl geeigneten Rohmaterials hängt von vielerlei Faktoren ab, die in sich in jeder Anbauregion und in jedem Anbaujahr unterschiedlich ergeben können. Beispiel: Gab es während der Vegetationsperiode lange Trockenphasen, bleiben die Ähren im Wachstum stehen, die Körner bleiben klein und die Spelzen werden brüchig und spröde. War die Zeit vor der Ernte besonders feucht, sind die Spelzen häufig sehr blass oder grau oder es konnten sich sogar Pilze ansiedeln. Außerdem sind auch nicht alle Dinkelsorten gleich gut geeignet. Manche Sorten weisen von vornherein entweder brüchige oder sehr holzige Spelzen auf. In manchen Jahren können nicht einmal die Hälfte der anfallenden Mengen als geeignet für eine sinnvolle weitere Verarbeitung ausgewählt werden oder es muss von verschiedenen Anbaugebieten Rohware bezogen werden, um gute Qualität zu erhalten.

Schritt 2: Sieben und Gebläsereinigung

In zwei Durchläufen werden durch Sieben und durch starke Gebläse (Windsichter) Fremdkörper, Strohstücke, Schwerteile, Staub, Bruchspelzen und Einzelblätter abgesondert. Prinzipiell kann man die Dinkelspelzen nun bereits zum Füllen von Kissen verwenden. Allerdings sitzt meist immer noch einiges an Staub und Feinpartikeln an ihnen und meist sind auch noch Spelzen mit Korninhalten dabei. Das können voll entwickelte Dinkelkerne sein oder aber sog. "Schmachtkörner", die ein relativ niedriges Gewicht haben und deshalb nicht so leicht von den leeren Spelzen abgesondert werden können.

Schritt 3: Entmischen und Sortieren

Dazu wird das Spelzenmaterial intensiv und  bewegt. Viele Feinpartikel und lose Außenblätter lösen sich dabei ab und werden abgesondert. Das Hauptbestreben ist jedoch, die leichteren Spelzen oben zu sammeln und die schweren, kompakteren im unteren Bereich. So lassen sich diese voneinander trennen.
Oben werden die vollen Spelzen ohne holzige Bestandteile oder Kornanteile abgeschöpft. Sie haben ein Gewicht von ca. 75 bis 85 kg pro m³ (75 - 85g pro Liter). Auf Grund ihrer völligen Freiheit von Kornanteilen kann diese Premium Sortierung auch gewaschen werden. Die Spelzhülle dient in der Natur vor allem als Wetterschutz für das empfindliche Korn. Sie ist sehr widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und außerdem hochgradig resistent gegen Pilzbefall. Kornreste im Innern der Spelzen würden auf eine intensive Durchfeuchtung allerdings empfindlich reagieren.

Im mittleren Bereich werden die etwas kleineren, kompakteren Spelzen bis zu einem Gewicht von maximal 105 kg pro m³ in der zweiten Sortierung gesammelt. Da in dieser Sortierung vereinzelt Spelzen dabei sein können, die Schmachtkörner enthalten, sollte man die zweite Sortierung nicht waschen.
Der „Bodensatz“ enthält in erster Linie Spelzen mit Korninhalten. Diese sind für Schlafkissen oder Matratzen gar nicht geeignet, können aber für Kissenfüllungen zur Wärme- oder Kältetherapie Verwendung finden. Sie werden in einem extra Arbeitsgang nochmals sortiert und für die dritte Sortierung (Gewicht ca. 150 kg pro m³) oder eine vierte Sortierung (Gewicht ca. 250 kg pro m³) aufbereitet. Je schwerer diese Sortierungen sind, desto mehr Korninhalte haben die Spelzen und eine um so größere Wärmemenge können sie speichern. Will man von einem Kissen sowohl Bequemlichkeit, ein langes Wärmehaltevermögen und ein akzeptables Gewicht, können Füllungen der dritten und vierten Sortierung interessant sein. Eine reine Körnerfüllung würde im Vergleich nochmals zwei bis dreimal so viel wiegen und bezogen auf das Füllvolumen wesentlich mehr kosten.

Schritt 4: Einweichen in Naturkautschukmilch

Die Spelzen aus der Premium Sortierung können nun in einem Bad aus Naturkautschuk weiterverarbeitet werden. Die Kautschukmilch zieht dabei in die Getreideschalen ein, so ähnlich wie ein gutes Öl in eine Massivholz-Oberfläche eindringt. Es entsteht dabei keine Versiegelung, wie es etwa bei einer Lackierung der Fall wäre. Durchdrungen von der Kautschukmilch, die sich äußerst fein verteilt und sich dann während der Trocknung verfestigt, bekommen die Getreideschalen erstaunliche Stabilität und Langlebigkeit. Dies obwohl der Kautschukanteil nur etwa 4 % der Trockenmasse ausmacht. Die ohnehin schon gute stützende und entspannende Wirkung der Kissen wird damit noch weiter erhöht.  Zusätzlich gibt er den Getreidespelzen eine hohe Widerstandskraft gegen die Entwicklung von Abriebstaub. Das ist ein besonderer Vorteil, weil sie sich bei jeder Bewegung gegenseitig reiben und sich ansonsten dadurch abschmirgeln. Die Konsistenz der Füllungen und damit auch die besonders gute Luftzirkulation bleiben im Gebrauch erhalten, da die einzelnen Spelzen ganz bleiben und kaum zerbrechen. Sie können ohne nennenswerte Einschränkungen hinsichtlich Liegeverhalten, Luftaustausch und Stützeigenschaften längerfristig, d.h. sechs Jahre oder mehr genutzt werden.

Schritt 5: Trocknen und Erhitzen

Alle Sortierungen werden zum Abschluss getrocknet und für eine Stunde auf mindestens 75 ° Grad erhitzt. Die Füllungen werden dadurch noch etwas leichter und die Zahl an Sporen und Keimen wird vermindert. Durch die natürlichen, pilzabweisenden Eigenschaften von Dinkelspelzen und durch das  luftig-trockene Klima, das die jederzeit lockeren Füllungen gewährleisten, wird einer Verkeimung oder Verpilzung während der Nutzung entgegengewirkt. Sie sind äußerst pflegeleicht. Man kann sie gelegentlich lüften oder schütteln, zwingend erforderlich ist dies allerdings für Füllungen dieser Qualität nicht.


Nach aktuellem Kenntnisstand werden Schritt  1, 2 und 5 teilweise oder ähnlich auch von anderen Verarbeitern angewendet, Schritt  3 und 4 hingegen ausschließlich von Speltex.

Schritt 3 ist Grundvoraussetzung u.a. für die Waschbarkeit von Dinkelspelzfüllungen.

Schritt 4 stellt die dafür vorteilhafte Dauerhaftigkeit und Strapazierfähigkeit her.


Für ergänzende Informationen zum Waschen von Dinkelspelz-Füllungen empfehlen wir Ihnen die Seite zu unserem

Spezial-Wäschenetz


Pappelflaum®  von Pap(p)illon
Das Material stammt aus der heimischen Natur: es sind die feinen Faserhärchen des Pappelbaumes.
Diese Entdeckung kommt einer kleinen Sensation gleich. Textilexperten sind sich einig, dass es weltweit kein besseres Material mit so guten physiologischen Eigenschaften gibt. Der Pappelflaum® kombiniert optimal die positiven Eigenschaften von Daunen, Tierhaar und Seide in punkto Wärmeisolierung und Feuchtigkeits-regulierung. Hierzu sind Qualitätsprüfungen renommierter Testinstitute veröffentlicht unter: www.pappillon.de.
Natürlich schlafen mit Pappelflaum®: reines Naturmaterial, pflanzliche Faser, Sammelprodukt, nachwachsender Rohstoff, keine Pestizide oder chem. Ausrüstung. Pappelflaum® hält wärmer als Daunen, ohne dass Sie darunter schwitzen. Die Kombination von Pappelflaum® mit Seide oder feinem Kamelhaar reguliert die beim Schlafen entstehende Feuchtigkeit aktiv. Pappelflaum® hat in der „Schlafhöhle“ einen klimatisierenden Effekt und wurde von führenden europäischen Textilwissenschaftlern mit dem AVANTEX-Innovationspreis ausgezeichnet. Die Samenfasern der Pappelfrüchte sind extrem fein, hohl und daher sehr leicht. Pappelflaum® ist die feinste hohle Textilfaser weltweit: High-tech aus der Natur - für klimatisierende Textilien nutzbar gemacht.

Unsere Empfehlung:
Pappelflaum/Baumwolle: wärmste, rein pflanzliche Decke
Pappelflaum/Seide: für sehr stark schwitzende Menschen
Pappelflaum/Kamelhaar: für wärmebedürftige Personen